Eifel
Zwei Solisten und mehr als 70 Chorsänger und Instrumentalisten haben in der St.-Nikolaus-Kirche Daun und in der Lebensbaumkirche Manderscheid zwei Requien aufgeführt, deren Stimmung friedlich-tröstlich war. 
 
<p></p> <p>Von Brigitte Bettscheider</p> <p>Daun/Manderscheid Die größte Herausforderung dieses Konzertprojekts ist die Ensemblearbeit, weiß der musikalische Leiter Roy Coppack (Daun). Stammen doch die Mitwirkenden aus dem Madrigalchor Daun, dem Akademischen Orchester Bonn, den Musikschulen Landkreis Vulkaneifel und „Spiel mit“ oder sind – wie die Solisten Eva-Maria Wenz (Mückeln/Köln) und Harald Thome (Hillesheim) - beruflich und musikalisch stark eingebunden. Doch genau dieser Ensemblearbeit widmen Coppack und</p> <p>die Zuhörer am Ende ungeteiltes Lob.</p> <p>„Das haben sie sehr gut hinbekommen“, sagt der Dirigent. Und freut sich als der Vorsitzende des Kulturkreises Daun, mit der Präsentation der Requien von Gabriel</p> <p>Fauré und John Rutter das Jubiläumsjahr eröffnet zu haben: Der Kulturkreis wird 30.</p> <p>So sanftmütig wie er selbst sei dieses Requiem aus dem Jahr 1888, wird Fauré gerne zitiert. Und tatsächlich zeichnen Solisten, Chor und Orchester ein friedvolles Bild des Todes und geben dem Wort Requiem seine Grundbedeutung zurück - ewige Ruhe. Faurés Messe beginnt sanft und melodiös, zieht friedvoll und zuweilen zärtlich ihre Bahnen, erfährt im „Sanctus“ kurz Dramatik durch Bläser und Männerstimmen. Das zentrale „Pie Jesu“ wird gleichermaßen schlicht und nachdrücklich interpretiert, das „In Paradisum“ engelhaft gesungen und ebenso von  der Harfe begleitet. </p> <p>Mit dezenten popmusikalischen Anleihen gestaltete John Rutter, Jahrgang 1945, sein Requiem. Es beginnt mit dumpfen Paukenschlägen, der Chor setzt fast gesprochen mit den Worten „Requiem aeternam“ ein.</p> <p>Doch die Stimmung hellt sich auf, wird freundlich wie ein musikalischer Sonnenstrahl. Die Psalmvertonungen haben poetischen Charakter.  Instrumental setzen die Soli von Cello und Oboe wehmütige Farbtupfer.</p> <p>Solist Harald Thome (Bariton) nennt seine Mitwirkung an dem Konzert augenzwinkernd „ein halbes Heimspiel“. Viele Jahre waren die Musikschule Landkreis Vulkaneifel unddie Grundschule Daun seine berufliche Heimat. </p> <p>Heute ist er Regierungsschuldirektor, leitet den Stadtkyller Kirchenchor und ist Mitglied im Kammerchor Westeifel. Auch für die Sopranistin Eva-Maria Wenz – mit ihren 26 Jahren hat die Referendarin bereits auf renommierten Bühnen gesungen – ist die Mitwirkung an den Requien ein wichtiges persönliches Ereignis. Sei sie doch in Daun „musikalisch großgezogen“ worden, erklärt sie mit Blick auf den Orgelunterricht bei Hubert Blaum, den Geigenunterricht bei Lilia Hägele und die Förderung durch ihre Musiklehrerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium, Lisa Henn.  </p> <p>Und die Konzertbesucher? Sie sprechen von „Seele gestreichelt“, nennen die Aufführung „tief beeindruckend“ und „richtig wohltuend“.</p> <p>Der Dauner Kirchenmusiker Peter Michaelis sagt dem TV: „Eine ganz</p> <p>hervorragende Aufführung, deren Mitwirkende, vor allem Roy Coppack, großes Lob und höchsten Respekt verdienen.“ Es sei erstaunlich, dass Vokal- und Instrumentalmusiker aus unterschiedlichen Bereichen so einen homogenen Klangkörper bildeten, meint Michaelis.</p>
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