(red) „Da waren Lieder dabei, die hab ich noch nie gehört“, sagte eine begeisterte Zuhörerin beim Weihnachtskonzert des Gefangenenchores 1976 Traben-Trarbach im „Blauen Gewölbe“ der Storcke-Stütz.

Traben-Trarbach (red) „Da waren Lieder dabei, die hab ich noch nie gehört“, sagte eine begeisterte Zuhörerin beim Weihnachtskonzert des Gefangenenchores 1976 Traben-Trarbach im „Blauen Gewölbe“ der Storcke-Stütz. Bei den 24 Liedern, die der Chor vortrug, war dies kein Wunder, zumal einige der Kompositionen aus der Feder des Dirigenten Heinrich Kappel stammten und dort zur Uraufführung kamen. Dass es trotz „Krieg und Schrecken auf der Erden“ Weihnacht werden will, davon erzählte das erste Lied, das die verstorbene Raversbeurener Heimatdichterin Liesel Franz textlich zu Papier gebracht hat und dem es nicht an Aktualität mangelt. Der Chorleiter hatte aus diesem Text eine ansprechende Komposition erstehen lassen. Zwischen den Gesangsblöcken trug Berthold Aatz Gedanken zum bevorstehenden Fest vor. So zum Beispiel der journalistische Beitrag „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ festgemacht am Zeitgeschehen und rüttelte die Zuhörerschaft emotional auf. Dem Leitgedanken „Glaube, Hoffnung, Liebe“ folgend hinterließ der Chor eine beeindruckende Visitenkarte seines gesanglichen Könnens und begeisterte die Zuhörer. Das festliche Ambiente tat ein Übriges, um allen Anwesenden stimmungsvolle „Sternstunden im Advent“ zu bescheren. Selbstverständlich kam die geforderte Zugabe mit „Stille Nacht“. Der Chor freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Alten und kranken Menschen eine Freude zu bringen hat sich der Gefangenenchor 1976 zur festen Verpflichtung gemacht. So auch am 23. Dezember, um 15.30 Uhr im Ida-Becker-Haus in Traben.⇥Foto: Berthold Aatz